2019 war ein zen­tra­les Jahr für die Schwei­zer Frau­en­be­we­gung. Zunächst fand am 14. Juni gemes­sen an den Teilnehmer*innenzahlen der grösste Frau­en­streik in der Schwei­zer Geschichte statt. Hun­dert­tau­sende waren in den Stras­sen und for­der­ten mehr Gleich­be­rech­ti­gung in Bezug auf Löhne, Arbeits­be­las­tung und Respekt. Bei den eid­ge­nös­si­schen Wahlen im Herbst folgte dann der nächste wich­tige Schritt auf dem Weg zur gleich­be­rech­tig­ten Reprä­sen­ta­tion der Frauen in der Bun­des­ver­samm­lung. Eine Rekord­zahl von Frauen hielt Einzug in die Par­la­mente und schaffte es damit, die Dyna­mik des Frau­en­streiks in der natio­na­len Poli­tik zu institutionalisieren.

Die Corona-Pan­de­mie hat die Dring­lich­keit der For­de­run­gen nach Gleich­stel­lung zwar eher noch ver­stärkt, weil Frauen im Ver­gleich zu Män­nern deut­lich stär­ker von den Mehr­fach­be­las­tun­gen in Beruf und Fami­lie betrof­fen waren. Trotz­dem stellt sich die Frage, ob die Umwäl­zun­gen wäh­rend der drei­mo­na­ti­gen Krise der Frau­en­be­we­gung den Wind aus den Segeln genom­men haben.

Die For­schungs­stelle sotomo hat die Auf­merk­sam­keit und Emo­tio­nen für Gleich­stel­lungs­the­men und typi­sche Beru­fen in der digi­ta­len Debatte wäh­rend der Corona-Krise unter­sucht. Dafür konn­ten rund 912‘000 Online-Kom­men­ta­ren ver­wen­det werden, die vom 3. März bis am 25. Mai auf Twit­ter und vier Schwei­zer Online-News-Platt­for­men publi­ziert wurden.

Den gesam­ten Bericht können Sie hier her­un­ter­la­den (PDF).

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