Die vielfältigen äusseren Krisen, Konflikte und Kriege tragen nicht zum inneren Zusammenhalt der Schweiz bei, sondern eher zum gesellschaftlichen Auseinanderdriften. Im Vergleich zum Vorjahr ist der wahrgenommene Zusammenhalt zwischen fast allen untersuchten Gruppen in der Schweiz schwächer geworden – ganz besonders zwischen politisch Links und Rechts sowie zwischen Arm und Reich. Doch während der Zusammenhalt insgesamt unter Druck steht, erleben die Menschen dort, wo sie sich persönlich begegnen und austauschen ein starkes Miteinander. Entgegen dem Bild von Menschen, die sich nur noch in Filterblasen und Echokammern bewegen, wird sichtbar, dass in der Schweiz viele Freundschaften über das eigene politische Lager hinaus gepflegt werden. Meinungsdifferenzen im Freundeskreis werden positiv bewertet und führen selten zu einem Freundschaftsabbruch. Für diese Studie wurden zwischen dem 24. Oktober und 3. November 2025 insgesamt 2495 Personen ab 18 Jahren befragt. Die Ergebnisse sind repräsentativ für die sprachintegrierte Bevölkerung Schweiz.