Das Gesundheitssystem der Schweiz zählt zu den besten, zugleich aber auch zu den teuersten weltweit. Der demografische Wandel, stetig steigende Gesundheitskosten und zunehmende Versorgungsengpässe bei Medikamenten stellen Politik, Gesundheitsakteure und Gesellschaft vor wachsende Herausforderungen. Vor diesem Hintergrund zielt die vom Schweizer Apothekerverband pharmaSuisse initiierte Studienreihe «Monitoring primäre Gesundheitsversorgung» darauf ab, Faktoren zu identifizieren, die zu einer qualitativ hochwertigen und zugleich kosteneffizienten Gesundheitsversorgung beitragen. Im Zentrum steht dabei die Frage, welchen Beitrag Apotheken zur Stärkung und Entlastung der primären Gesundheitsversorgung leisten können.
Die erste Erhebung der Studienreihe wurde im Jahr 2022 durchgeführt. Für die vorliegende Studie wurde die Schweizer Bevölkerung nun zum zweiten Mal befragt. Im Zentrum stehen das Verhalten der Schweizerinnen und Schweizer bei Gesundheitsanliegen sowie die Rolle der Apotheken im Gesundheitssystem. Das erste Kapitel der Studie widmet sich dem Umgang der Bevölkerung mit Gesundheitsanliegen, Krankheitssymptomen und Arzneimittelengpässen. Im zweiten Kapitel steht die Rolle der Apotheken im Zentrum. Untersucht wird, welche Apothekendienstleistungen von der Bevölkerung in Anspruch genommen werden und wie sie einer möglichen Erweiterung der Kompetenzen von Apotheken gegenübersteht. Das dritte Kapitel befasst sich mit digitalen Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Bezug von Medikamenten – namentlich dem elektronischen Rezept und Online-Apotheken.