staatslabor Verwaltungsbefragung

Die öffentlichen Verwaltungen in der Schweiz stehen aktuell vor grossen Herausforderungen. Wie gut sind die öffentlichen Verwaltungen gerüstet, um sich den neuen Gegebenheiten anzupassen? Und welche Ansätze sind am besten geeignet, um die derzeitigen Herausforderungen zu meistern? Das staatslabor möchte einen konstruktiven Beitrag zu diesen Fragen leisten. Dazu hat es gemeinsam mit Sotomo und mit der Unterstützung der Schweizerischen Gesellschaft für Verwaltungswissenschaften (SGVW) eine Umfrage durchgeführt, bei der über 1000 Verwaltungsmitarbeitende aus Bund, Kantonen und Gemeinden befragt wurden.

Die Resultate der Befragung zeichnen ein differenziertes Bild: Einerseits werden die Arbeitsbedingungen der Verwaltungen geschätzt, insbesondere was die Löhne, das Arbeitsklima und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie anbelangt. In diesen Punkten sind sie auf Augenhöhe mit grösseren Privatunternehmen. Die Verwaltungen verfügen zudem über viel Fachkompetenz. Zudem zeigt die Befragung auch, dass ein breiter Teil der Bevölkerung der Arbeit von Verwaltungen vertraut. Substanzielle Kürzungen der finanziellen Mittel von Verwaltungen fänden heute in der Schweiz keine Mehrheit.

Andererseits bescheinigen die Mitarbeitenden den Verwaltungen starre Hierarchien, mangelnde Führungskultur, bürokratische Prozesse und eine ungenügende Anpassungsfähigkeit an aktuelle Herausforderungen. Nutzende der Leistungen der einzelnen Verwaltungsabteilungen werden selten bis nie nach ihren Bedürfnissen gefragt. Auch die Wirkung von Projekten wird zu selten gemessen. Die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen und Akteuren – insbesondere mit der Wissenschaft – wird von vielen als mangelhaft eingeschätzt.

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