Der Grundsatz der Neutralität gehört seit über 400 Jahren zu den Eckpfeilern der Aussenpolitik der Schweiz. Die Schweizerische Neutralität wurde jedoch nie konkret definiert,sondern im Laufe der Zeit den nationalen Interessen folgend flexibel interpretiert, angewandt und weiterentwickelt. In der Schweizer Bevölkerung geniesst die Neutralität einen breiten Rückhalt. Gleichzeitig bleibt oft unklar, was Schweizerinnen und Schweizer unter Neutralität konkret verstehen und welche politischen Anwendung daraus abgeleitet werden soll. Der Umstand, dass es nur wenige Studien oder Befragungen zur Thematik gibt, leistet der Interpretation des Volkswillens durch politische Akteure Vorschub. Die eidgenössische Volksinitiative «Wahrung der schweizerischen Neutralität! (Neutralitätsinitiative)» möchte in der Verfassung festschreiben, dass die Schweizerische Neutralität immerwährend und bewaffnet ist, dass die Schweiz weder Sanktionen gegen kriegsführende Drittstaaten ergreift noch Kooperationen im Bereich der Verteidigung eingeht. Um besser zu verstehen, wie die Schweizer Bevölkerung Neutralität tatsächlich versteht und wie sie zur Neutralitätsinitiative steht, gab der Verein NeutRealität bei Sotomo eine repräsentative Bevölkerungsbefragung in Auftrag. Der vorliegende Analysebericht präsentiert die zentralen Ergebnisse dieser Befragung in visualisierter Form.