Stän­dig erreich­bar sein, immer ver­gli­chen und bewer­tet werden und dabei unter Stress Leis­tun­gen erbrin­gen – das sind bekannte Merk­male der heu­ti­gen Gesell­schaft. Wie wirkt sich dieses Umfeld auf die Hal­tung zur Natur aus? Im Auf­trag von Schweiz Tou­ris­mus hat die For­schungs­stelle sotomo 5340 Men­schen in Nord­west­eu­ropa zur Bedeu­tung der Natur und Natur­ak­ti­vi­tä­ten in ihrem Alltag befragt. Die nach Alter, Geschlecht und Bil­dung reprä­sen­ta­tive Online-Befra­gung umfasst über 2000 Per­so­nen aus der Schweiz sowie jeweils 800 aus Frank­reich, Deutsch­land, dem Ver­ei­nig­ten Königreich und den Nie­der­lan­den. Die Studie zeigt Natur als einen Sehn­suchts­ort. Und sie macht den­noch deut­lich, dass sich die wenigs­ten ein Zurück zu einer unge­zähm­ten, wilden Natur wün­schen. Die Men­schen in Nord­west­eu­ropa brin­gen Natur mit Har­mo­nie und Erho­lung in Ver­bin­dung, nicht jedoch mit Karg­heit und Ver­zicht auf Kom­fort. Ins­be­son­dere das Wan­dern in der Natur wird als Kon­trast zum Druck der digi­ta­len Leis­tungs­ge­sell­schaft ver­stan­den. Wer sich in der Natur bewegt, tut dies meist ohne Leis­tungs­ziele. Beson­ders in der Schweiz ist Wan­dern ein regel­rech­ter Volks­sport, der als Erho­lungs­ak­ti­vi­tät alleine als ebenso wich­tig ein­ge­schätzt wird wie Lesen, Musik­hö­ren und Fern­se­hen zusam­men. Auch die nicht stän­dige Erreich­bar­keit wird als posi­tive Qua­li­tät eines Auf­ent­halts in der Natur ange­se­hen. Und den­noch zeigt sich auch hier keine echte Flucht aus dem digi­ta­len Alltag der Men­schen. Ob für Not­fälle, zur Ori­en­tie­rung oder schlicht und ein­fach als Mittel, um die Daheim­ge­blie­be­nen mit attrak­ti­ven Natur­bil­dern zu ver­sor­gen – das Smart­phone ist für die meis­ten Befrag­ten zum unver­zicht­ba­ren Beglei­ter gewor­den, gerade auch draus­sen in der Natur.

Den gesam­ten Bericht können Sie hier her­un­ter­la­den (PDF).

Bild: Schweiz Tou­ris­mus
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