Mit der weit­ge­hen­den Locke­rung der Mass­nah­men zur Ein­däm­mung der Aus­brei­tung des neuen Coro­na­vi­rus’ rücken ergän­zende Mass­nah­men in den Fokus. Neben der Ein­hal­tung bis­he­ri­ger Hygiene- und Abstands­re­geln stehen dabei ins­be­son­dere Hygiene-Masken, eine erwei­terte Test­stra­te­gie, Selbst-Qua­ran­täne sowie das so genannte Con­tact Tra­cing im Vor­der­grund. Dabei geht es um die Iden­ti­fi­ka­tion und kon­se­quente Rück­ver­fol­gung aller Per­so­nen, die wäh­rend der Inku­ba­ti­ons­zeit in nähe­rem phy­si­schem Kon­takt zu posi­tiv auf das neue Coro­na­vi­rus Getes­te­ten stan­den. Diese Iden­ti­fi­ka­tion geschieht durch die kan­to­na­len Behör­den per­sön­lich mit­tels tele­fo­ni­scher Kon­takt­auf­nahme und soll ergänzt werden durch eine digi­tale Tra­cing-App. Die App stellt somit ein tech­ni­sches Hilfs­mit­tel dar, wel­ches zusätz­lich zum tra­di­tio­nel­len Con­tact Tra­cing mit­hel­fen kann, die unkon­trol­lierte Wei­ter­ver­brei­tung des neuen Coro­na­vi­rus ein­zu­däm­men. In den Medien und in der Öffent­lich­keit wird häufig der Begriff «Con­tact-Tra­cing-App» ver­wen­det; die aus tech­ni­scher Sicht kor­rekte Bezeich­nung lautet «Pro­xi­mity-Tra­cing-App». Die App zeich­net keine Infor­ma­tio­nen zu Per­so­nen oder zum Stand­ort auf, son­dern stellt mit­hilfe von Blue­tooth fest, wenn eine gewisse Nähe über eine bestimmte Zeit zwi­schen zwei Smart­pho­nes besteht.

Die vor­lie­gende Studie im Auf­trag des Bun­des­amts für Gesund­heit BAG the­ma­ti­siert die Ein­stel­lun­gen, das Ver­hal­ten sowie den Kennt­nis­stand in Bezug auf die vom Bund ent­wi­ckelte Pro­xi­mity-Tra­cing-App. Im Kon­text dieser Studie wird dabei aus Grün­den der Ein­fach­heit die Bezeich­nung «Corona-App des Bundes» ver­wen­det.

Im Rahmen der vor­lie­gen­den Studie wurden ins­be­son­dere zwei Berei­che neu und ver­tieft unter­sucht. Es han­delt sich zum einen um das kon­kret vor­han­dene Wissen, bezie­hungs­weise die Wis­sens­lü­cken in der Bevöl­ke­rung in Bezug auf die Corona-App des Bundes. Zum ande­ren wurde mit­tels Regres­si­ons­ana­ly­sen unter­sucht, welche Fak­to­ren sich posi­tiv oder nega­tiv auf die Instal­la­ti­ons­be­reit­schaft der App aus­wir­ken. Neben all­ge­mei­nen Ein­stel­lun­gen zur App wurden die Akzep­tanz ver­schie­de­ner Aus­ge­stal­tungs­ar­ten sowie das The­men­feld Daten­schutz ver­tieft unter­sucht. Hier­für hat sotomo am 29. und 30. April 2020 ins­ge­samt 2819 Per­so­nen online befragt. Die sta­tis­tisch gewich­te­ten Ergeb­nisse dieser Studie sind reprä­sen­ta­tiv für die sprach­in­te­grierte Wohn­be­völ­ke­rung der Schweiz ab 18 Jahren.

Den gesam­ten Bericht können Sie hier her­un­ter­la­den (PDF). Der Bericht ent­hält eine Zusam­men­fas­sung auf Deutsch, Fran­zö­sisch und Ita­lie­nisch.

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